Augsburg – Ein HBF am Abstellgleis!

„Die DB Netz hat kein Eigeninteresse an der Maßnahme“ … mit diesem Satz im §5 der Planungsvereinbarung zur Mobidresch zwischen der DB und den Stadtwerken wird klar, welchen Stellenwert die Bahn  dem Umbau des Hbf Augsburg beimisst. STAWA-Chef Walter bringt es auf den Punkt: „Dies ist kein Bahnhofsprojekt am Hbf sondern ein Straßenbahnprojekt“ … genau so sieht es auch aus!

Aktuell am Schluss: Zusatz Stuttgart 21

 

„Straßenbahntunnel unter dem Hbf nicht realisierbar“.

Dem Sitzungsprotokoll einer Veranstaltung im Inter City Hotel in Augsburg vom August 2003 ist zu entnehmen, dass der damalige und jetzige Stadtwerkechef NORBERT WALTER die heute geplante Tunnelhalstestelle unter dem Hauptbahnhof (Ebene-2) als nicht realisierbar weil unwirtschaftlich bewertet. Trotzdem hat OB Gribl vor einem Monat die Planfeststellung hierzu eingereicht und behauptet sogar, wer diesen unwirtschaftlichen Umbau gefährdet, gefährdet Fördergelder in Millionenhöhe!

Sitzungsprotokoll August 2003 Intercitiyhotel Augsburg

OB Gribl vor der Wahl 2008 für BESSEREN BAHNHOF

Vor seiner Wahl 2008 hat OB GRIBL alle notwendigen Verbesserungen beim Umbau des Hauptbahnhofes in Augsburg gefordert und die damaligen Plandefizite der Regenbogenregierung angeprangert. Nach seiner Wahl hat er die kritisierten Pläne weiterverfolgt und beteibt massiv deren Umsetzung.  Somit behält Augsburg den alten Bahnhof mit zu schmalen Bahnsteigen, zu kurzen Überdachungen und zunehmenden Güterzugzahlen, die mangels fehlender Durchfahrtsgleise den Personenfernverkehr aus Augsburg verdrängen. 

OB Gribl zur Bahnhofsplanung am 31.01.2008

Der Trick mit den Fördermitteln

Das vom Freistaat Bayern unter Stoiber verfolgte Milliardenprojekt  „Transrapid vom Hauptbahnhof zum Flughafen FJS“ erfuhr eine Kostenexplosion von anfangs 1,85 Mrd. bis 3,0 Mrd. im Jahre 2008, wo es abgesetzt wurde. Bis dahin wurden die Landesmittel Bayerns auf dieses Projekt vorrangig gebündelt. Für Verkehrsprojekte unter 50 Mio Euro ist die Landesförderung zuständig, Projekte darüber werden mit GVFG Bundesmittel gefördert. Es war also 2005 im Interesse des bayerischen Wirtschaftsministeriums (damaliger Leiter Ministerialdirigent Wellner), den angereisten Augsburger OB Wengert zu einer möglichst teuren Lösung am Hbf zu ermutigen, um die Landesmittel für den Transrapid nicht in evtl. wirtschaftlichere Projekte nach Augsburg abfließen zu lassen. 

Wengert, der sich für seinen Wahlkampf 2008 das „JAHRHUNDERTPROJEKT MOBILITÄTSDREHSCHEIBE“  auf die Fahnen geschrieben hatte, brauchte für die Zustimmung hierfür in seiner wackeligen Regenbogenrunde die  Stimmen um den Stadtrat und ehemaligen Lokführer Knipfer, der seine Zustimmung vom Straßenbahntunnel unter dem Bahnhof abhängig gemacht hatte, denn sein Wählerklientel (Senioren und Behinderte) bevorzugten diese Lösung wegen der Aufzugsverbindung von der Tram zu den Zügen.

Somit war mit der Tramhaltestelle unter dem Haupbahnhof wahltaktisch vorerst sowohl Stoiber als auch Wengert geholfen. Haken dabei war sowohl die immer noch fehlende Wirtschaftlichkeit, die auch bei Bundesfördermittel über die sogannte „Standardisierte Bewertung“ nachgewiesen werden und über 1,0 liegen muss als auch die Zustimmung der Bahn

Weil am Hbf für die Tunnellösung kein Nutzen/Kosten-Wert über 1,0 erreichbar war, schnürte man 2005 den Umbau des KÖ´s in das MOBIDRESCH-PAKET mit ein um so, mit den dort evtl. besseren Werten die schlechten Werte am Hbf auszugleichen. Um das am KÖ zu schaffen, musste man die über Jahrzehnte hinweg im Nahverkehrsplan erarbeitete Linienentzerrung (Gitternetz) an KÖ zu einer Linienkonzentration am KÖ (Sternnetz) zurückführen. Denn nur mit vielen Fahrgastbewegungen am KÖ (tägl. 110.000) kann man in der Summe den Kosten/Nutzen-Wert dort und damit auch im Gesamtprokjekt verbessern. Daher müssen die Linien 6,3,und 2 über den Kö geführt werden, so unsinnig das für die Fahrgäste ist. Selbst den Umbau des Eserwalls nimmt man dafür in Kauf. Auch Gribls juristische Ablehnung des Bürgerbegehrens Sanierung der Maximilianstraße hatte vermutlich diese Motivation, denn dort wurde eine Linienführung über die Maxstraße gefordert.

Die clevere DB und das Eisenbahnkreuzungsgesetz

Die DB-Netz hat die Gunst der Stunde genutzt und im Jahr 2006 die Stadtwerke (Vertreter Norbert Walter) mit der sogenannten „Planungsvereinbarung“ an diese Tunnellösung mit Tramhaltestelle unter den Zuggleisen gebunden. Mit dieser Lösungsvariante tritt nämlich das Eisenbahnkreuzungsgesetz (EkrG) in Kraft, welches die Kosten für eine solche Maßnahme und deren dauerhaften Unterhalt dem Veranlasser (hier die Stadt Augsburg bzw. die Stadtwerke) auferlegt. Natürlich erhält die Stadt eine hohe Förderung für das Projekt, aber nur, wenn der Nutzen/Kosten-Wert der Gesamtmaßnahme erreicht wird. Im anderen Fall bleibt die Stadt auf den Kosten sitzen oder muss Fördergelder zurückzahlen. Dies ist ein schwer kalkulierbares Risiko zumal, wie schon bereits angekündigt, die Baukosten immer steigen und mit Zunahme der Kosten dieser Wert immer geringer wird. Somit hat sich die DB aus dem  Risiko gebracht und ihren eigenen Finanzierungsbeitrag auf den Betrag festgeschrieben, den sie vom Bund für den behindertengerechten Ausbau des Augsburger Hauptbahnhofs (DB-Pflicht nach dem Gleichstellungsgesetz) gefördert bekommt. Damit setzt die DB keinen Euro Eigenmittel am Hbf in Augsburg  ein!

Damit wird aber auch klar, warum sowohl die damalige Regenbogenregierung wie auch der bayerische Bahnvertreter Josel immer wieder die „KÄSEGLOCKE“ am Bahnhof gefordert haben! Nach der Wahl war auch Gribl bereit zum „Schlucken dieser KRÖTE“, obwohl er vor der Wahl als Nichtkrötenschlucker auftrat!

Das Eisenbahnkreuzungsgesetz EkrG

Planungsvereinbarung vom 03.11.2006

Stadtwerke Augsburg: „Hbf ist kein Bahnhofsprojekt sondern ein Straßenbahnprojekt“

In der Stellungnahme vom 09.09.2010  zum Schreiben des Bundes der Steuerzahler in Bayern e.V. vom 20.08.2010 zum Thema „Bahnhofsplanung Hauptbahnhof“ schreibt die Stadtwerke Augsburg in ihrer Vorbemerkung:

Der Verfasser  (v. Hohenhau)  geht von weitgehend falschen Voraussetzungen beim Projekt Mobilitätsdrehscheibe Augsburg Hauptbahnhof aus. Es handelt sich nicht um ein klassisches Bahnhofsumbau-Projekt (Umbau der Eisenbahninfrastruktur wie z.B. des Spurplans oder der Personenverkehrsanlagen wie Bahnsteige, Überdachungen oder des Empfangsgebäudes), sondern in erster Linie um ein Straßenbahnausbauprojekt, das den Hauptbahnhof insoweit betrifft, als dort eine neue unterirdische Straßenbahnhaltestelle zur besseren Verzahnung des innerstädtischen Tramverkehrs mit allen Teilen des regionalen bis internationalen Bahnverkehrs (SPNV und SPFV) errichtet werden soll.

In der Deutlichkeit wurde dies noch nie veröffentlicht. Im Gegenteil nötigte die Stadtregierung die Bürgerschaft immer damit, am Königsplatz schnell zu beginnen, “ um den „NEUEN HAUPTBAHNHOF“ nicht zu gefährden. Nun wird klar, dass in der inneren Infrastruktur des Hbf´s die immer wieder beklagten  Misstände bleiben und lediglich eine Tramhaltestelle mit Durchfahrt nach Westen, notwendigerweise natürliche mit Anschluss an die Züge, gebaut wird.

Antwort der Stadtwerke Augsburg auf 10 Fragen vom Bund der Steuerzahler

Die bleibenden Defizite am Bahnhof

Scheinvergrößerung der Wartehalle

Die einzige Verbesserung, die sich OB Gribl immer zuschreiben möchte, ist eine Vergrößerung der Wartehalle. Tatsächlich wurde mit den letztjährigen Umbauten die Halle nach Westen hin vergrößert. Allerdings nimmt diese Fläche größtenteils die künftigen Verkehrswege zur neuen Tramhaltestelle im 2. Kellergeschoss auf und wird durch dieses erzwungene Fahrgastleitsystem ein hektischer Fahrgastumschlagplatz ohne ruhigen Wartebereich. Dies war eine unverzichtbare Forderung der DB, die damit die Mieten ihrer Läden um die Halle herum wesentlich steigern konnte – zu Lasten der Kunden. 

Plan Bahnhofshalle Augsburg

Plan Bahnhofshalle Augsburg

 Unterhalb der kreisrunden Wendletreppe befindet sich der Roll-Treppenabgang in die Verteilerebene im 1 UG und die Tramhaltestelle im 2. UG. Die in den Plänen eingezeichnetetn Pfeile stellen die Zugänge und Fahrgastströme dar.

Westliche Hallenerweiterung (Bereich Treppenabgang)

Westliche Hallenerweiterung (Bereich Treppenabgang)

Vor den Säulen werden die Abgänge in das UG gebaut, hinter den Säulen ist der Erschließungsflur zu den Geschäften. Eine Erweiterung der Wartezone ist nicht vorgesehen.

Die alte Wartehalle wurde mit fetten Säulen und Mondlichthimmel im DB-Hausdesign „aufgehübscht“!

Alte Wartehalle jetzt im JURAMARMOR-Stil

Alte Wartehalle jetzt im JURAMARMOR-Stil

 

Mc Station, der Gastrobahnhof

Schon bei Bekanntwerden der ersten Umbaupläne am Hbf war klar, wo die DB die Priorität in Augsburg sieht: Durch die Fahrgastfrequenz ihrer Kunden sollen möglichst hohe Mieten im Bahnhofsumfeld erzielt werden. Vorrang hatte dabei von Anfang an der Einbau von Gastroflächen.

Flächenbelegung Hbf Augsburg

Flächenbelegung Hbf Augsburg

Die Rot unterlegten Flächen sind Gastronomie (links Mc Donalds), Grün sind Geschäfte, Blau Reisezentrum und Lager, Gelb Treppenräume. Die Roten Pfeile zeigen die Fahrgastströme an.

Entsprechend stellt sich der Augsburger Hbf dem Besucher wie ein Fast-Food-Schlemmerland vor.   

Brauhaus 1516 - Hbf Augsburg

Brauhaus 1516 - Hbf Augsburg

 
Mc Donald am Hbf Augsburg

Mc Donald am Hbf Augsburg

Selbst den Bahnhofsvorplatz „verbrät“ die DB noch für den „Fliegenden Bosnagriller“ für die kleine Zwischenmahlzeit der Fahrgäste! Eine Platzidylle im DB-Stil in Erwartung der Weihnachtszeit..!

Bosnahütte am Hbf Augsburg

Bosnahütte am Hbf Augsburg

Entsprechend „gemütlich“ wurde die Außengastronomie auf der historischen Loggia gestaltet !

Außenbewirtung 1516 Hbf Augsburg

Außenbewirtung 1516 Hbf Augsburg

Außenbewirtung Mc Donalds Hbf Augsburg

Außenbewirtung Mc Donalds Hbf Augsburg

Hingegen bleibt das Fahrradproblem ungelöst, obwohl die abgestellten Räder z. Teil übereinander immer mehr dem Südzugang zu Leibe rücken! Die DB setzt eben Prioritäten für ihre Kunden! 

Parken in 2 Etagen vor dem Zugang zum Hbf Augsburg

Parken in 2 Etagen vor dem Zugang zum Hbf Augsburg

Radlspalier am Hbf Augsburg

Radlspalier am Hbf Augsburg

 

Schmale Bahnsteige

Die Bahnsteige in Augsburg sind unter 8m breit und liegen damit um mehr als 2 m unter den üblichen Standards anderer Städte. Mit den Anforderungen an Rolltreppen und Behindertenaufzügen zu den Bahnsteigen entstehen auf den Bahnsteigen Engpässe, die schon beim derzeitigen Fahrgastaufkommen in Stoßzeiten zu Gefahrensituationen führen und viel mehr noch beim künftig zu erwartenden Fahrgastaufkommen!

Extrem ist die Situation ausgerechnet am Bahnsteig 1, wo die ICE-Fernzüge halten. Dort müssen die Erste-Klasse-Fahrgäste ohne Überdachnung ihre Reise antreten – dies soll so bleiben! Der Bahnsteig wurde kürzlich erneuert. Das ist die DB-Zukunftsvision für den Hbf Augsburg!

Bahnsteig 1 Süd für die 1.Klasse ICE, Hbf Augsburg

Bahnsteig 1 Süd für die 1.Klasse ICE, Hbf Augsburg

Noch enger wird es bei der 2. Klasse am Bahnsteig 1 Nord. Hier ist weder ein Dach noch eine Bahnsteigverbreiterung vorgesehen.

Bahnsteig 1 Nord, ICE-Bahnsteig 2. Klasse, Hbf Augsburg

 Bahnsteig 1 Nord, ICE-Bahnsteig 2. Klasse, Hbf Augsburg

Bahnsteigdächer bieten keinen Schutz 

Während die Bahn nur für Top-Bahnhöfe wie Treuchtlingen, Ulm, Bamberg, Erlangen, Hof, Lichtenfels und Saalfeld das bessere Bahnsteigdach „Typ Hamburg“ einsetzt, reicht für den Hbf Augsburg das Billigdach „Typ Zwiesel“ !

Bahnsteigdach Zwiesel für Hbf Augsburg

Bahnsteigdach Zwiesel für Hbf Augsburg

Bahnsteigdach Hamburg für Topbahnhöfe wie z.B. Ulm

Bahnsteigdach Hamburg für Topbahnhöfe wie z.B. Ulm

Das Bahnsteigdach „Zwiesel“ ist um ca. 80 cm höher als das heutige Bahnsteigdach, welches den wartenden Fahrgästen keinen ausreichenden Wetterschutz bietet. In Kombination mit den schmalen Bahnsteigen, die im Winter völlig eingeschneit sind (exponierte Lage mit Westwind), wird die Situation im Winter nicht nur sehr ungemütlich sondern auch  besonders gefährlich!

Verschneiter Bahnsteig trotz Dach am Hbf Augsburg

Verschneiter Bahnsteig trotz Dach am Hbf Augsburg

Für Augsburg angemessen und nur sinnvoll ist eine komplette Bahnsteighalle, wei sie die Bahn z.B. in Erfurt gebaut hat. Dort hat die Stadt für Ihre Bürger mit Erfolg hart verhandelt! 

Bahnsteighalle im Hbf Erfurt

Bahnsteighalle im Hbf Erfurt

 

Güterzugdurchfahrtgleise fehlen

Güterzugdurchfahrtgleise liegen in Bahnhöfen mit erhöhtem Güterzugverkehr meist als Gleispaar zwischen den Bahnsteiggleisen um a) die Güterzüge nicht durch die haltenden Personenzüge zu blockieren und b) die wartenden Fahrgäste auf den Bahnsteigen nicht zu gefährden.

Hbf Ulm - Güterzugdurchfahrtgleis und Dach Hamburg

Hbf Ulm - 12 m Bahnsteigbreite, Güterzugdurchfahrtgleis und Dach Hamburg

Beispiel eines Güterzugdurchfahrtgleises

Beispiel eines Güterzugdurchfahrtgleises

Bahnhöfe wie Ulm, Trier und  Koblenz verfügen z.B. über solche Güterzugdurchfahrtgleise. Nach den Planungen der DB liegt der Hbf Augsburg an einem künftig stark frequentierten europäischen Güterzugkorridor. Täglich werden bis zu 400 Güterzüge den Hbf durchfahren. Dies ist auf Grund der Schienengeometrie nur auf den Personenfernverkehrgleisen möglich, da sonst zu viele Nahverkehrsgleise von den Güterzügen gekreuzt werden müssten und so wegen der Wartezeiten kein geregelter Fahrplan für den Nahverkehr möglich wäre.

Durch die ICE-Strecke über Ingolstadt lässt die Bahn immer weniger Fernverkehrszüge über Augsburg fahren und schafft damit Platz für Güterzüge an unserern Bahnsteigen. Abgesehen davon, dass Augsburg dadurch völlig von den direkten Personenfernverkehrsverbindungen abgehängt wird und immer mehr an Bedeutung verliert, stellen die 800 Meter langen und mit 80-100 KmH durch den Bahnhof ratternden Güterzüge für die wartenden Fahrgäste nicht nur eine Zumutung sondern eine akute Gefahr dar.

Diese ist bei den zu schmalen Bahnsteigen in Augsburg besonders groß. Eine kleine Unachtsamkeit oder eine Rangelei zwischen Schülern kann zu einer Tragödie führen. Die dauernde Lärmbelästigung durchfahrender Güterzüge vermindert dazu noch die Aufmerksamkeit!

Wartende Fahrgäste auf zu schmalen Bahsnteigen am Hbf Augsburg

Wartende Fahrgäste auf zu schmalen Bahnsteigen am Hbf Augsburg

 Die neue Tramhaltestelle unter dem Bahnhof – eine Betonwüste

Nach den Planungen der Stadtwerke und dem Wunsch der Stadtregierung taucht die Straßenbahn in der Halderstraße in eine Tunnelröhre ab und fährt 2 Stockwerke tief unter die Bahnsteige am Hbf. Nur dort unter den Schienen soll man künftig am Bahnhof in die Tram einsteigen können. Eine oberirdische Haltestelle am Bahnhof soll es künftig nicht mehr geben. 

Tramhaltestelle unter den Bahngleisen am Hbf Augsburg

Tramhaltestelle unter den Bahngleisen am Hbf Augsburg

Durch diese 260m lange Betonröhre führt auch der Ausgang beidseitig der Tramschienen nach Westen an die Rosenaustraße. Selbst die geschönte Bildanimation oben erzeugt eine Gänsehaut.

Auch die neue Verteilerebene zu den Zügen eine Ebene darüber bietet nur nackten Beton und billige Baumarktfliesenoptik!

Verteilerebene zu den Zügen in Sichtbeton am Hbf Augsburg

Verteilerebene zu den Zügen in Sichtbeton am Hbf Augsburg

Nachdem die Tram die Haltestelle Richtung Rosenaustraße verlassen hat, wird sie nach den Vorstellungen der Planer in diese Richtung Norden abbiegen und über die Pferrseer Unterführung in die Stadt über die Halderstraße zurückfahren – ohne Haltestelle am Bahnhofsplatz. Eine kuriose Vorstellung!

Dafür wird in der Pferrsseer Unterführung das Gleis stadtauswärts entfernt, sodass bei einem Störungsfall in der Tunnelröhre keine Ausweichstrecke mehr zur Verfügung steht!

Kreuzung Rosenaustraße - Augsburgerstraße

Kreuzung Rosenaustraße - Augsburgerstraße

 Nach unten geht es in die Pferrseer Unterführung!

 TRANSPARENZ FÜR EINEN BESSEREN BAHNHOF AUGSBURG

Wir brauchen Transparenz damit am Hbf aus verantwortungsloser Leichtfertigkteit nicht alle Züge für Augsburg abfahren. Zum Unterschied der Politker gilt für Bürger VOR DER WAHL DASSELBE WIE NACH DER WAHL. War vor der Wahl die Lösung am Bahnhof nicht gut für Augsburg, ist sie es nach der Wahl auch nicht. Mag die Stadtregierung mit dem OB glauben, das in ihren Augen Mögliche zu tun, ohne das Unmögliche wenigstens versucht zu haben ist das für das Schicksal einer Stadt zu wenig!

Augsburg darf den Anschluss der Schiene nicht verlieren!

Gleise nach Augsburg ohne Züge

Gleise nach Augsburg ohne Züge

 

Stuttgart 21 – Kein Vorteil für Augsburg und die Region

Aus aktuellem Anlass stellen wir den Untersuchungsbericht zur sogenannten „Europamagistrale“ über Ulm-Augsburg-Budapest ins Forum, mit der unter anderem Stuttgart 21 begründet wird. Insbesondere wird auch medial Schwaben und Augsburg zu den Gewinnlern des Projekts hochgejubelt um aus der Region Schützenhilfe für das Wahnsinnsprojekt zu formieren! Die GRÜNEN Bundestagsfratkion und Landtagsfraktion haben die Verkehrsplaner Vieregg und Rössner mit einer neutralen Untersuchung beauftragt. Das Büro wurde unter anderem damit bekannt, dass es Edmund Stoibers schöngerechneten TRRANSRAPID in den Papierkorb gerechnet hat! Bitte beachten die Seiten ab Seite 45!

vieregg-studie-ulm-budapest 2010

 

Die Geschichte des Hauptbahnhfos

AZ Artikel v. 16-10-08 – Historie Hbf Augsburg

 

Diskussionsthemen hierzu im AZ-Forum:

Der Posttunnel

Umbau des Augsburger Hauptbahnhofs: 2012 bleibt das Ziel

Augsburg: Königsplatz-Umbau liegt vorerst auf Eis

Neue Hiobsbotschaft für Bahnpendler

Ruck sorgt sich um Umbau des Hauptbahnhofs

Vor dem Augsburger Bahnhof fühlen sich viele unwohl

Ist die Bahn-Strecke durch Augsburg sicher?

Entgleister Güterzug in Augsburg lähmt Bahnverkehr

Das Großprojekt Mobilitätsdrehscheibe in Augsburg

Bahnstreckenausbau in der Region: Das dritte Gleis kommt nicht zum Zug

Augsburg verliert fast alle ICEs nach Norden

Augsburg: Zahl der Güterzüge soll sich fast verdreifachen

Forderung der Schwaben-CSU: Voller Takt in alle Richtungen

OB droht Stadtwerke-Chef mit dem Rauswurf

Zahlreiche ICE-Verbindungen fallen aus

Ramsauer zum Ausbau der Bahnstrecke Ulm-Augsburg

Bahnhofsumbau kommt Mitte 2010

Augsburg: Werden die Pläne für den Bahnhofsumbau beerdigt?

Bahnhofs-Umbau: Wengert beißt auf Granit

Augsburg-Buchloe, die Schiene zum Welthandel

Plan Pferseer-Passage 10-2001

V. Schafitel, Architekt – 1.Vorsitzender

3 Kommentare

  1. Umbau des Augsburger Hauptbahnhofs: 2012 bleibt das Ziel - Seite 142 - Augsburger Allgemeine Community sagt:

    […] Hbf Wie Alles begann – eine Zusammenfassung zum Bahnhofsumbau in Augsburg __________________ DER 3G-K

  2. ddddd sagt:

    also nur rum gemotze
    die tramhaltestelle in strasbourg ist auch nur aus beton und sehr gelungen

  3. Torild Wagner-Leonhäuser sagt:

    Stadtwerkechef Norbert Walter bewertete bereits 2003 die Tunnelhaltestelle unter dem HBF 2.Ebene als nicht realisierbar weil unwirtschaftlich-daran hat sich bis heute nichts geändert. Geändert hat sich nur, dass die wichtigen Trassen wegefallen sind und dafür nun 400 Güterzüge täglich durch den HBF donnern. Macht nichts -Hauptsache die Fördergelder fließen,Gribl & Co nimmt in Kauf, dass ganz Augsburg eine große Baustelle ist und man vor lauter Straßenbahnen, die alle über den Kö fahren müssen um den Nutzen/Kosten-Wert zu erreichen, nur noch mit Warnwesten sicher die Straßen queren kann. Stadteigene Juristen haben bei all diesen Fehlplanungen gewissenhaft die Rechtmäßigkeit nicht aber Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft. Der Kö ist schon schlimm genug – helft den unsinnigen Bahnhofsumbau zu stoppen!!

Ihr Kommentar

Bitte beachten: Bis zum Erscheinen Ihres Kommentares können einige Minuten vergehen.