Coca-Cola

Um die Bebauung des Coca-Cola Grundstücks an der Ecke Donauwörtherstraße-Dieselstraße wurde hart gerungen. Der Baukunstbeirat musste mehrmals gehört werden, da an der Kreuzungsecke eine städetbauliche Akzentuierung gefordert war. Zwischenzeitlich wurde mit dem Bau begonnen, wenn aber so bis zur Dieselstraße weitergebaut wird, ist die städetbauliche Chance einer Zentrumsentwicklung an dieser Stelle vertan.

 

Vor ziehmlich genau einem Jahr, wurde das Thema im Bauausschuss behandelt. Damals versuchte der „Investor“ die städetbaulichen Forderungen der Stadt und des Baukunstbeirates mit der Begründung der „Finanzkrise“ zu umgehen. Der Stadtrat hielt dagegen und der Baureferent versprach, mit dem „Investor“ zu verhandeln (Die DAZ berichtete hierzu 2009).

Die ersten Wände und die meisten Fundamente stehen nun und wie es aussieht, hat sich der Investor gegen die „wohltuenden hohen gestalterischen Ansprüche des Bauauschusses“ – so der Referent, durchgesetzt.

Bautenstand Coca-Cola 26.09.2010

Bautenstand Coca-Cola 26.09.2010

Demnach wird jetzt gebaut, was 2009 als Entwurf des Investors vom Bausschuss abgelehnt wurde. Jedenfalls lässt dies der Vergleich des Baufortschritts mit dem Entwurf vor einem Jahr vermuten.

Entwurf des Investors im Bauausschuss 2009 (abgelehnt)

Entwurf des Investors im Bauausschuss 2009 (abgelehnt)

Tatsächlich lässt der rechtskräftige Bebauungsplan, der am Donnerstag zu einer Ergänzung dem Stadtrat vorgelegt wird, eine gewöhnliche „Discounterarchitektur“ zu. Statt der allseits geforderten und auch richtigen Aktzentuierung der Platzecke (Kreuzung Dieselstraße) mit 22m Baukörperhöhe, bietet der Bebauungsplan dort die Auswahl von 2-6 Geschosse  (11m-22m) an. An der Donauwörtherstraße Richtung Süden sind nur noch 7.5m Baukörperhöhe gefordert. Man kann nur hoffen, dass die verbleibenden 11 m zumindest in der Architekturqualität eine Akzentuierung schaffen. 

Erfreulich ist, wenn es so kommt, dass der Hettenbach, der durch das Gelände fließt, wieder aufgedeckt und etwas begrünt wird und die Fortführung des Hettenbachuferweges durch das Plangebiet für die Allgemeinheit gesichert ist. Schade ist, dass die ehemalige „Bachstraße“ zu einer Querung zwischen Donauwörtherstraße und Flurstraße nicht wieder öffentlich gewidmet wurde.

V. Schafitel

Oberhausen Mitte (Projekt Soziale Stadt)

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