Architekturfilm & Jazz (15)

In der Veranstaltungsreihe „Architekturfilm und Jazz“ im Thalia Kino Am Obstmarkt in Augsburg, zeigen wir am Montag den 06. Mai 2013 – 19:00 den Film „Visionen für die Ewigkeit“ über den Architekten Erich Mendelsohn von Duki Dror (Eintritt 5 €). Aus Skizzen von der Front des 1.Weltkriegs an die Geliebte entsteht das Lebenswerk eines der wichtigsten Architekten des 20 Jh. Ab 20:30 gibt es Live-Jazz mit Stefan-Sonntag-Allstars im Thalia Kaffeehaus bei gutem Essen, guten Gesprächen und freiem Eintritt!

 

 

Geboren am 21. März 1887 im ostpreußischen Allenstein (heute Olsztyn/Polen), studierte er in München Architektur, wo er auch der Gruppe Blauer Reiter nahe stand. Mendelsohn lebte und arbeitete bis zu seiner Flucht vor den Nationalsozialisten 1933 in Berlin.

Universumkino Berlin 1927-1928

Universumkino Berlin 1927-1928

Eigenes Haus Am Rupenhorn, Berlin 1929-30
Eigenes Haus Am Rupenhorn, Berlin 1929-30
Zu seinen Großprojekten in der Hauptstadt – u.a. das Universum-Kino (heute Schaubühne am Lehniner Platz), das Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Kreuzberg und das Columbushaus am Potsdamer Platz – kommen zahlreiche weitere Projekte im In- und Ausland. Berühmtheit erlangten insbesondere seine Waren- und Geschäftshäuser, allen voran das Kaufhaus Schocken in Stuttgart.

Einsteinturm in Potsdam 1918-1921

Einsteinturm in Potsdam 1918-1921

Sein wohl bekanntestes Bauwerk in Deutschland ist jedoch nach wie vor der Einsteinturm in Potsdam dessen Ursprung und Idee in einer für Mendelsohn typischen Kleinskizze lag, wie er sie von der Front des 1.Weltkriegs seiner jungen Geliebten, der Cellistin Louise Mall um ihr Urteil zu erfahren schickte. Er heiratete sie später und lebte mit ihr ein schicksalhaftes Leben des großen Erfolgs, der Flucht vor den Nazis, der Trennung und Versöhnung.  

Mendelsohns Weggefährten waren Mies van der Rohe, Walter Gropius und Frank Loyd Wright. Richard Neutra arbeitete zeitweise in seinem Berliner Büro als Praktikant.
Nach seiner Emigration lebte und arbeitete Mendelsohn bis 1941 in England und Palästina, wo er mit eindrucksvollen Projekten deutliche Spuren hinterließ. Seine letzte Werkphase in den USA zeichnet sich durch zahlreiche Synagogenbauten aus. Er starb am 15. September 1953 in San Francisco.

Ab ca. 20:30 Live-Jazz mit den Stefan-Sonntag-Allstars im Thalia Kaffeehaus (Eintritt frei!) Die vier Augsburger Musiker um den Gitarrenbauer Stefan Sonntag (Bild) spielen seit Jahren Swing-Standards, Bossa Nova und bekannte Werke aus neuerer Zeit.Stefan Sonntag (git), Thyra Templiner (sax), Claus-Peter Marker (dr) und Thomas Konzmann (b).

Nächste Filme: 3. Juni 2013 – Piece by Piece – Architekt Renzo Piano – 1. Juli 2013 – Learning from the light – Architekt I.M.Pei – 5.August 2013 – Wie viel wiegt Ihr Gebäude – Architekt Norman Forster

V. Schafitel, Architekt

 

 

 

 

 

 

 

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