architektur.film.jazz (53) 02.okt.17

In der Veranstaltungsreihe „Architektur-Film-Jazz” im Thalia Kino Am Obstmarkt in Augsburg, zeigen wir am Montag den 2.Oktober 2017 - 19 Uhr den Film „Precise Poetry” über die Architektin Lina Bo Bardi (Eintr. 7 €). Die gebürtige Italienerin wandert 1946 nach Brasilien aus und findet dort Ihre Bestimmung in der Arbeit mit Brasiliens junger Architektengenration.
Ab 20:30 Live-Jazz mit dem Katrin Feige Quartett im Thalia Kaffeehaus bei gutem Essen u. guten Gesprächen. Eintritt frei!

Lina Bo Bardi wurde als Achillina Bo 1914 in Rom geboren. Sie studiert an der Facoltà di Architettura in Rom und schließt das Studium 1939 ab. Anschliessend arbeitet sie in Mailand unter anderem für Gio Ponti, schreibt Artikel und entwirft Illustrationen für die damals gegründete Zeitschrift DOMUS.

1946 heiratet sie den Kunsthändler Pietro Maria Bardi und nennt sich seitdem Lina Bo Bardi. Bald nach Ihrer Heirat verläßt sie mit ihrem Mann Italien für immer und kehrt mit ihm in seine Heimat Brasilien zurück. Die beiden geben gemeinsam die Zeitschrift Habitat heraus.

Zwischen 1951 und 1958 realisiert Bo Bardi ihr erstes Gebäude, das Casa de Vidro, in dem sie bis zuletzt lebt und zwei weitere Wohnhäuser.

Casa de Vidro 1958

Casa de Vidro 1958

Sie erweitert Ihr kreatives Schaffen in verschiedene Richtungen, kuratiert Ausstellungen, entwirft Bühnenbilder und arbeitet weiterhin an theoretischen Texten.

1968 wird das Museu de Arte de Sao Paulo- MASP als erstes öffentliches Gebäude, was Lina Bo Bardi geplant hat eingeweiht.

MASP 1968

MASP 1968

MASP 1968

MASP 1968

Knapp 10 Jahre später bekommt sie ihren bis dato größten Auftrag für die Umgestaltung des ehemaligen Fabrikgeländes in Pompeia, SESC in ein Sport und Kulturzentrum.

Fabrikgeländes in Pompeia, SESC  1978

Fabrikgeländes in Pompeia, SESC 1978

In den folgenden Jahren bekommt sie den Auftrag, ein Konzept für die Altstadtsanierung von Salvador zu entwickeln. Bis 1988 saniert sie mehrere Gebäude und stärkt die künstlerische Szene Bahias durch den Ausbau von Kulturzentren. Sie starb 1992.

Nach dem Film Live-Jazz mit dem Kathrin Feige Quartett (Bass Rocky Knauer: Gitarre Michael Gerle; Schlagzeug Kilian Bühler

Volker Schafitel, Architekt

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